Archive für März 2009

Unsanft abgestiegen

Letzten Sonntag nutzten ein befreundetes Pärchen und ich den frühen Nachmittag für einen gemütlichen Ausritt im Wald. Das Wetter und die Stimmung waren gut , die Pferde waren ausgeglichen. Die Reitstrecke war allen bekannt. Gegen Ende der Runde, kurz vor dem Ausgang aus dem Wald, muss erst ein Bach durchquert werden um anschliessend einen recht schmalen, steilen Hohlweg hochzureiten der zur Hauptstrasse führt.

Ungefähr in der Mitte des Hohlweges machte das Pferd meines Freundes, der als letzter in der Gruppe ritt, unvermittelt einen Buckler. Das hob meinen Freund aus dem Sattel. Im letzten Moment kam er noch aus dem Steigbügel heraus. Dies erschreckte jetzt wiederum zusätzlich sein Pferd. Mein Freund fiel gegen die Wand des Weges und rollte von dort nach unten in die Mitte, genau zu dem Punkt, wo die Hufe seines Pferdes jetzt wild traten um seitlich aus der Rinne herauszuspringen. Mein Albtraum schlechthin.

Als das reiterlose Pferd nach drei oder vier Versuchen aus der Rinne heraus war, entfernte es sich von der Gruppe und lief aufgeregt zwischen dem Waldausgang mit der angrenzenden Schnellstrasse und uns hin und her. Gefühlte Ewigkeiten. Der Adrenalinspiegel am Anschlag. Was wenn der dusselige Gaul auf die stark befahrene Strasse läuft? Nicht auszudenken.Während ich die beiden anderen Pferde festhielt, konnten mein Freund, der jetzt, zum Glück nur leicht lädiert, wieder auf den Beinen war, und seine Frau das verschreckte Pferd beruhigen und einfangen. Mein Freund kam mit Prellungen und blauen Flecken davon, das Pferd blieb unverletzt.Das hätte auch ganz anders ausgehen können. 

“Meine eigene Schuld”, sagte mein Freund hinterher, “Ich hatte das Pferd nicht richtig bei mir, wir waren beide unkonzentriert. Ein Reitfehler”. Zum Glück ohne weitere Folgen.

Pferd angefahren, Reiter verletzt

Hamminkeln Kreis Wesel - Am 28.03.2009 befuhr eine 45-jährige Frau aus Hamminkeln mit ihrem PKW die Mehrhooger Straße in Richtung Hamminkeln. Als sie im Begriff war, zwei am Fahrbahnrand wartende Reiter zu passieren, scheute das Pferd eines 31-jährigen Mannes aus Hamminkeln und lief auf die Fahrbahn.

Trotz Vollbremsung kam es zum Zusammenstoß zwischen dem PKW und dem Pferd. Der 31-jährige Reiter stürzte hierbei zu Boden. Er zog sich Verletzungen zu, die eine stationäre Behandlung in einem Krankenhaus erforderlich machten. Das ebenfalls verletzte Pferd lief nach dem Zusammenstoß zu den Stallungen eines angrenzenden Hofes, wo es von einer hinzugezogenen Tierärztin behandelt werden konnte.

Bei dem Unfall entstand Sachschaden in Höhe von ca. 20.000 Euro.

Quelle: Leitstelle der Kreispolizeibehörde Wesel

Leider muss man immer wieder erleben, dass einige Autofahrer nicht mit dem Faktor Tier rechnen. Für viele Verkehrsteilnehmer sind Pferde Fortbewegungsmittel wie Fahrräder oder Mofas auch. Mit der Möglichkeit, dass Pferde scheuen, erschrecken oder zur Seite springen können rechnen viele Menschen nicht.

Bitte liebe Autofahrer, wenn Pferde am Straßenrand stehen um diese zu überqueren, rechnen Sie immer damit, dass die Pferde anders reagieren können als erwartet. Verlangsamen sie frühzeitig und halten sie nach Möglichkeit an und lassen die Reiter passieren.

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