Archive für 31.3.2009

Unsanft abgestiegen

Letzten Sonntag nutzten ein befreundetes Pärchen und ich den frühen Nachmittag für einen gemütlichen Ausritt im Wald. Das Wetter und die Stimmung waren gut , die Pferde waren ausgeglichen. Die Reitstrecke war allen bekannt. Gegen Ende der Runde, kurz vor dem Ausgang aus dem Wald, muss erst ein Bach durchquert werden um anschliessend einen recht schmalen, steilen Hohlweg hochzureiten der zur Hauptstrasse führt.

Ungefähr in der Mitte des Hohlweges machte das Pferd meines Freundes, der als letzter in der Gruppe ritt, unvermittelt einen Buckler. Das hob meinen Freund aus dem Sattel. Im letzten Moment kam er noch aus dem Steigbügel heraus. Dies erschreckte jetzt wiederum zusätzlich sein Pferd. Mein Freund fiel gegen die Wand des Weges und rollte von dort nach unten in die Mitte, genau zu dem Punkt, wo die Hufe seines Pferdes jetzt wild traten um seitlich aus der Rinne herauszuspringen. Mein Albtraum schlechthin.

Als das reiterlose Pferd nach drei oder vier Versuchen aus der Rinne heraus war, entfernte es sich von der Gruppe und lief aufgeregt zwischen dem Waldausgang mit der angrenzenden Schnellstrasse und uns hin und her. Gefühlte Ewigkeiten. Der Adrenalinspiegel am Anschlag. Was wenn der dusselige Gaul auf die stark befahrene Strasse läuft? Nicht auszudenken.Während ich die beiden anderen Pferde festhielt, konnten mein Freund, der jetzt, zum Glück nur leicht lädiert, wieder auf den Beinen war, und seine Frau das verschreckte Pferd beruhigen und einfangen. Mein Freund kam mit Prellungen und blauen Flecken davon, das Pferd blieb unverletzt.Das hätte auch ganz anders ausgehen können. 

“Meine eigene Schuld”, sagte mein Freund hinterher, “Ich hatte das Pferd nicht richtig bei mir, wir waren beide unkonzentriert. Ein Reitfehler”. Zum Glück ohne weitere Folgen.

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